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 Bleeding Souls

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Saitou-Dono
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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Di Nov 11, 2014 12:13 am

Exile verzog etwas die Miene als Akiko wieder auf ihn zukam. Einerseits vertrat sie ihren Standpunkt und andererseits bedankte sie sich bei ihm. "Vertrauen ist etwas was ihr beide euch nicht leisten könnt" sprach er recht leise, sodass er sich nicht mal sicher war, ob sie es hörte oder nicht. "Ihr könnt euch auf mich verlassen, aber keine AKtionen mehr die schief gehen könnten" besonders der erste Teil seines Satzes kam Exile wirklich nicht leicht über die Lippen. Immerhin hatten nicht nur die beiden Probleme in dieser Welt sondern er auch. Als er bemerkte, dass Akiko eingeschlafen war und seine Worte scheinbar nicht mehr vernommen hatte, schaute er verdutzt und dann spielerisch eingeschnappt und warf einen kleinen Zweig eines Baumes auf den Kopf von Akiko. "Weiber..." meinte er nur vor sich hin und stellte sich auf einen Baum um Wache über die beiden zu halten. Immerhin hatten sie einige vor, weshalb sie dringend zu Kräften kommen mussten.

Sho schlief ausgezeichnet. Kein Wunder, immerhin hatte er schon ewige Zeiten keinen Schlaf mehr gefunden und sein Körper war ziemlich geschunden von der ganzen Aktion die die Dorfbewohner brachten. Die ersten Sonnenstrahlen zeichneten sich auf Shos Gesicht ab und langsam öffnete er seine Augen. Ein Gähner entfuhr ihm bevor er sich den Schlaf aus den Augen rieb. War das alles ein Traum? fragte er sich, doch als er Akiko wieder neben sich liegen sah, wusste er, dass dem nicht so war. Doch irgendwie hatte er nichts mehr dagegen. Dieses Mädchen hatte ihn demnach wirklich gerettet. Hatte Sho endlich eine Freundin gefunden der er vertrauen konnte? Ein leichtes Grinsen flog über seine Lippen, doch als Akiko die Augenlider leicht bewegte, war es schon wieder verschwunden. Mithilfe eines großen Blattes brachte Sho Akiko ein bisschen Wasser. "Vielen Dank, dass du mir geholfen hast." meinte er wieder einmal kurz und knapp. Dass er dies gestern schon einmal tat, hatte er wohl vollkommen vergessen. Er blickte gen Himmel und ließ alles noch einmal auf sich wirken. Vor allem was ihm Akiko gestern erklärt hatte und was sie nun vorhatten. Aber womit sollen wir nur anfangen... Achja das Schriftstück was Akiko mitgebracht hat dachte er sich und wandte sich wieder Akiko zu.

Exile stand nach wie vor auf dem Baum. Er hatte bemerkt, dass die beiden langsam wach wurden. Na wird auch langsam Zeit. Wie lange soll ich hier denn noch Wache schieben? fragte er sich leicht genervt und beobachtete die beiden eben so genau wie die Umgebung wo sie sich gerade befanden. Als alles klar war breitete er seine Flügel aus und flog zu den beiden hinab. "Na? Womit starten wir also?" fragte er und ließ den beiden nicht mal wirklich Zeit richtig wach zu werden.

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Hitsu
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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Di Nov 11, 2014 12:14 am

Akikos Träume drehten sich um Vertrauen und Verrat. Sie sah all die Menschen denen sie Vertraute, all diejenigen die sie dann wieder verraten, oder zurückgelassen hatten. Sie wurde von der Vergangenheit gequält. Doch nach und nach verwandelten diese Gestalten sich, die Silhouetten von Sho und Exile tauchten rund um sie auf, doch konnte sie ihre Gesichter nicht erkennen. Als Akiko ihre Augen öffnete, war sie froh ihren Träumen entkommen zu sein. Doch fragte sie sich seit wann sie wieder jemanden Vertrauen konnte, oder konnte sie das überhaupt? Zweifel breiteten sich in ihr aus. Auch wenn Exile und Sho scheinbar auf ihrer Seite zu stehen schienen, hatten sie vermutlich eigennützige Ziele, und nach dem Training mit Exile vermutete Akiko, dass sie keine Chance hatte sollte er sich gegen sie wenden.

Akiko stand auf und ging langsam Richtung Fluss um sich den Schlaf aus dem Gesicht zu waschen. Sho wachte auch auf. Akiko war kaum losgegangen, da sprang Exile von einem Baum. Hätte Akiko nicht schon so viel Zeit mit ihm verbracht und nicht mithilfe ihrer Ohren bereits bemerkt, dass er in der Nähe war, wäre sie vermutlich zu Tode erschrocken. Er fragte womit sie starten sollten. Akiko konnte ihr schlechtes Gefühl, das sie seit dem Traum quälte nicht loswerden. Während sie ihn musterte bildete sie sich ein, dass sich über seinem Gesicht Schatten bildeten. Sie schüttelte diese Gedanken ab, ging zum Fluss ohne ein Wort zu sagen, und wusch sich. Exile blickte etwas verdutzt, fing sich aber schnell wieder.

Ihre Befürchtungen, dass sie schon wieder verraten werden könnte halfen ihr nicht weiter. Aber sie nahm sich vor wachsam zu bleiben. Sie sammelte sich, und versuchte wie immer zu wirken. Sie stand vom Fluss auf, ging zu Sho und Exile die sich schon unterhielten, sie konnte aber nicht verstehen was sie sagten, da sie viel zu sehr in ihren Gedanken vertieft war. Bei ihnen angekommen sagte sie: „Was wir tun sollen? Die Liste abarbeiten und die Relikte sammeln. Am besten fangen wir oben an. In die höchsten Höhen musst du fliegen um dieses Relikt zu erreichen, doch niemals wirst du es erreichen, wenn das erste Relikt sich noch nicht in deinen Händen befindet!“. Akiko wendete sich an Exile: „Ist mit dem ersten Relikt das gemeint das du mir gegeben hast? Dann bist du gefragt, Sho und ich können nicht wirklich fliegen.“ Akiko schaute ihn fragend an und versuchte die sich immer wieder bildenden Schatten vor Sho und Exiles Gesichtern zu ignorieren. Doch tat sie sich schwer ihr Unbehagen zu verbergen, ihre Ohren zuckten bei den kleinsten Geräusch, und richteten sich danach aus. Sie setzte sich auf den Boden, blickte nachdenklich in den Himmel und genoss die ersten Sonnenstrahlen die sich in der Lichtung ausbreiteten. Wo wird dieses Relikt wohl genau zu finden sein? Das wird ein langer harter Weg bis das alles hier erledigt ist, und selbst wenn es erledigt ist, wissen wir nicht einmal ob wir wieder in unsere Welt zurückkönnen, oder ob wir hierbleiben müssen. Sie seufzte und hielt sich so gut wie möglich aus der Diskussion wo sie suchen sollten heraus.

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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Di Nov 11, 2014 12:14 am

Sho beobachtete Akiko. Irgendwas schien mit ihr nicht in Ordnung zu sein. Das Blatt das er mit Wasser gefüllt hatte um ihr etwas zu trinken zu geben, ließ er auf den Boden fallen nachdem es sie scheinbar nicht interessierte. Ein unwohles Gefühl machte sich in ihm breit. Hatte er sich ihr gegenüber so falsch verhalten? Was hatte er getan als er von ihr befreit wurde? Sho veränderte wie immer seinen Ausdruck nicht und dennoch suchte er schon beinahe krankhaft nach einer Antwort. Dieses Mädchen war alles was er hier hatte, denn Exile traute er immer noch nicht über den Weg Außerdem hatte sie ihm geholfen, er vertraute Akiko und wollte auch für sie da sein.
Exile sprach ihn an nachdem Akiko den ersten Absatz der Schriftrolle wiederholt hatte. "Ich werde euch sicher nicht die Arbeit von den Schultern nehmen. Abgesehen davon, denke ich nicht, dass alles so wörtlich zu nehmen ist was auf diesem Fresszettel steht" erklärte er leicht abgenervt, doch Akiko schien nicht wirklich zuzuhören. Vielmehr setzte sie sich auf den Boden und schien vollkommen weg zu sein. Als würde sie nichts mehr um sich herum wahrnehmen. Nur Geräusche die aus der Nähe kamen, ließen ihre empfindlichen Ohren leicht zucken.

Sho schüttelte leicht den Kopf und kniete sich zu ihr auf den Boden. Vorsichtig legte er seine Hand auf ihre Schulter und strich ihr vorsichtig durch ihr seidenes weißes Haar. "Akiko? Was ist los mit dir?" fragte Sho in einem ungewöhnlich leisen und beruhigenden Ton. "Irgendetwas stimmt doch nicht mit dir" stellte er fest und wollte sich gerade neben sie setzen, als er Schritte vernahm. Schnell stand er auf und legte seine Hand auf den Griff seines Schwertes. Es dauerte nicht lange bis die Häupter der Dorfbewohner zu sehen waren. Sie hatten wohl bemerkt, dass Sho nicht mehr da war, wo er ihrer Meinung nach eigentlich sein sollte. Sie sahen nicht gerade freundlich aus der Wäsche und richteten ihre Waffen gegen die drei.

Exile konnte sich ihren Blicken nicht mehr entziehen und bekam gleich einige Sprüche an den Latz geknallt. "Du hast unsere Helden vergiftet! Wie kannst du es wagen unsere einzige Hoffnung zunichte zu machen. Du bist ein Verbannter, also gib uns unsere Hoffnung zurück! Wir hätten uns denken können, dass du dahinter steckst!". Exile grinste jedoch nur finster und eine dunkle Aura bildete sich um seinen Körper. "Was wisst ihr denn schon, ihr habt eure Einzige Hoffnung eingesperrt und gefoltert. Ihr könnt euch eigentlich wundern, dass sie euch noch helfen wollen" fauchte er zurück und verfiel dann ins Schweigen. Er hatte kein Bedürfnis einen Streit anzufangen oder sich zu rechtfertigen. Es interessierte ihn einfach nicht was diese Leute von ihm hielten.

Sho hingegen lauschte hellhörig den Worten die die Dorfbewohner sprachen. Wer ist dieser Typ nun? Können wir uns nun auf ihn verlassen, oder sind wir dann verlassen? fragte er sich, dennoch löste er sein Schwert aus der Scheide und richtete die Klinge gegen die Dorfbewohner. Immerhin wusste er, dass sie ihn vermutlich zurückbringen wollten. Sein zugeklebtes Auge fing wieder an zu Bluten und dieses trat unter seiner Augenklappe hervor. Sho selbst, bemerkte dies jedoch nicht einmal. "Ich werde nicht zögern euch zu attackieren, wenn ihr es wagt näher zu kommen" stellte er wieder im gleichen kalten Ton fest, den er sonst immer an den Tag legte. Ab und zu richtete er seinen kühlen Blick auf Akiko um zu sehen ob sie sich wieder regte, doch es schien nicht so, als würde sie im Moment wahrnehmen was um sie herum geschah.

Exile beobachtete das Geschehen und entschied sich doch sich einzumischen. Er stellte sich zwischen die beiden Fronten und wollte gerade seine Stimme erheben, als er einen beißenden Schmerz an seinem linken Handgelenk wahrnahm. Was?!? Entfuhr es ihm in seinen Gedanken, bevor er einen lauten Schrei von sich stieß. Es sah so aus, als würden schwarze Blitze um sein Handgelenk herumspringen und ihm unheimliche Schmerzen verursachen.

Sho veränderte seinen Blick, trotz diesen Anblickes nicht, doch nun ging er in Kampfhaltung und machte sich bereit die Dorfbewohner zu attackieren. Doch der Dorfälteste wank mit seiner Hand ab. "Wir haben kein Interesse unsere Helden zu attackieren. Alles weshalb wir hierher kamen war eine Vermutung die sich bestätigt hat. Nicht mehr und nicht weniger" erklärte er und machte kehrt. Mit ihm gingen auch die anderen Dorfbewohner die ihm gefolgt waren.

Sho nickte und ließ die Dorfbewohner ziehen. Er selbst ging auf Exile zu und versuchte herauszufinden was passiert war. Eine Art Spange hatte sich in sein Handgelenk gefressen, sodass das Blut auf den Boden tropfte. "Was..." fragte er doch konnte seinen Satz nicht zu ende führen. Exile schaute ihn schmerzverzerrt an. "Das ist eine Spange die meine Kräfte unter Verschluss hält. Diese mießen..." keuchte er und legte sich schließlich komplett auf den Boden und atmete schwer. Seine gewaltigen Flügel breiteten sich über den Grasboden aus und all das Grün das er mit seinen Flügeln berührte wurde braun und starb schließlich ab. Innerhalb von Sekunden, war alles um ihn herum eine trostlose Umgebung...
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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Di Nov 11, 2014 12:15 am

Akiko bekam von alldem beinahe nichts mit, sie hing ihren Gedanken nach, und durchlebte einen beinahe real wirkenden Tagtraum. Sie wandelte in einer scheinbar unendlichen Dunkelheit. Nach einer Weile sah sie Schemen in der Dunkelheit, und je weiter sie ging desto Schärfer wurden ihre Umrisse. Akiko dachte kurz Sho´s Stimme wahrnehmen zu können,  Die Dunkelheit zog sich langsam zurück und Akiko bemerkte einen modrigen Geruch. Plötzlich nahm ihre Umgebung Gestalt an, und Akiko fand sich im Versteck ihrer alten Räuberbande wieder.  Der Raum war vollkommen leer.  Plötzlich zuckte ein Lichtblitz durch den Raum, und die Szenerie äderte sich. Überall herrschte geschäftiges Treiben. In der einen Ecke wurden die erbeuteten Wertsachen abgegeben und das gestohlene Geld gezählt. Sofort schweifte ihr blick zu der Ecke in der die Kinder immer geschlafen und gespielt hatten. Dort sah sie sie, all ihre alten Schützlinge lebendig und fröhlich. Sie rannte auf sie zu, als noch einmal ein Lichtblitz auftauchte, und sie stolperte über etwas. Als sie aufstand hatte der Raum sich wieder verändert. Es war dunkel und es stank fürterlich. Der Boden war voller Leichen und Akiko konnte sich ihrer Gefühle nichtmehr erwehren. Mit Tränen verschmierten Augen schaute sie sich um, und versuchte sich nicht zu übergeben. An ihrem ehemaligen Schlafplatz entdeckte sie eine Tür, die eigentlich nicht dort sein sollte. Sie sah eine wettergegerbte Tür, die auch leicht von Moos bewachsen war.. als sie darauf zuging, nahm sie eine Veränderung im Geruch wahr. Es roch nach Kiefernadeln. Als sie näher kam konnte sie auch Vogelgezwitscher wahrnehmen. Akiko öffnete langsam die Türe und fand sich auf einem Wald Weg wieder.

Hinter den Bäumen konnte sie Schemen wahrnehmen, als sie dem Weg folgte wurden die Gesichter noch klarer. All die Gestalten waren alte Freunde die schon lange tot waren. Sie waren kaum noch erkennbar, scheinbar halb verwehst. Paradoxerweise rann aber Blut aus ihren Augen und Mündern. Akiko kannte diesen Weg. Sie ist ihn schon duzende male gegangen. Sie folgte dem Pfad weiter, und als sie auf dem Platz, an dem sie ihre alten Freunde begraben hatte, ankam konnte sie ihre Stimmen leise krächzend wahrnehmen. Es klang wie im Chor. Nach einer Weile war es so als würde sich die Stimmen synchronisieren, und Akiko konnte Wortfetzen verstehen.  „Benutze uns… verwende deine Qualen….. benutze uns..“ Akiko war verwirrt. Sie benutzen? Tote benutzen? „Was meint ihr mit benutzen?“ „Macht fordert Leben.. der Tot seinen Tribut… das Blut stets seines gleichen.. Jeder muss den Preis bezahlen“  Die Namen die sie einst eingeritzt hatte begannen Blut abzusondern. Akiko musste unwillkürlich ihre Dolche betrachten. Die Gravuren wirkten anders auf sie, sie schienen zu leuchten und strahlten eine gierige Aura aus. Sie wirkte nicht bösartig aber verlangend. Wieder hallten die Stimmen: „Der Tod fordert seinen Tribut… Blut fordert stets seinesgleichen…“ Akiko verstand, sie schnitt sich mit einem der Dolche leicht in die Handfläche, das Blut wurde förmlich zu den Gravuren gezogen. Es füllte die Gravur aus und der Dolch wirkte schwerer… mächtiger. Von ihm ging eine Präsenz aus die auf Akiko wie der Tod persönlich wirkte allerdings kam es ihr auch vor als würde sie ihre ehemaligen Freunde in dem Dolch wahrnehmen. Akiko wiederholte die Prozedur bei dem zweiten Dolch, was denselben Effekt hatte. „Der Tot fordert seinen Tribut.. die blutenden Seelen rufen… nicht leichtfertig verwenden… der Tod fordert immer seinen Tribut… einer muss sterben.. ein Leben wird er verschlingen.. geh.. geh jetzt..“ Akiko wurde rückwärts durch den Wald gerissen. als würden duzende Hände sie fortreisen. durch die Türe in das alte Versteck und durch die Blutlache diesen Boden nach dem Massaker bedeckte.

Akiko erwachte als wäre sie aus kaltem Wasser aufgetaucht. Ihre Augen fühlten sich an als hätte sie 3 Tage durchgeheult. Irgendetwas war geschehen, Exile lag am Boden und rund um ihn herum war alles Leben ausgestorben. Unwillkürlich hallten Worte durch ihre Gedanken. Macht fordert Leben… Der Tod fordert seinen Tribut…. „Was ist passiert?“ fragte sie mit schwacher Stimme.

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Saitou-Dono
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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Di Nov 11, 2014 5:04 pm

Sho wusste nicht wirklich was er nun machen sollte. Akiko war vollkommen weg getreten und Exile kümmerte am Boden. Beinahe wie ein toter Vogel und alles um ihn herum starb ab. Doch Akiko schien sich zu regen. Sie schreckte so schnell und etwas geschockt auf, dass Sho selbst etwas erschrak. Schnell lief er zu ihr hin. "Alles in Ordnung mit dir?" fragte er vorsichtshalber, auch wenn sie keinerlei Wunden aufwies. Doch nicht alle Verletzungen die sich ein Mensch oder in dem Fall Wesen einfangen konnte waren Fleischwunden. Im Gegenteil Meistens waren es die unsichtbaren Wunden die einem wirklichen Schaden zufügen konnten. Sho wusste das, immerhin litt auch er tiefe Qualen, nur zeigte er es nicht. Er kniete sich neben sie hin und erklärte ihr das, was eben passiert war.

"Seitdem liegt Exile hier und bewegt sich kaum. Nur ab und an zuckt er vor Schmerz zusammen" erklärte er wie immer kurz und bündig. Langsam half er Akiko aufzustehen. "Aber jetzt bist du dran. Was war mit dir los? Du warst komplett weg getreten" fragte er sie fürsorglich. Ich habe mir Sorgen um dich gemacht... dachte er sich nur, da er nicht wollte, dass sie diese Worte zu hören bekam. Mit seinen Ärmeln die ihm noch geblieben waren, wischte er sich übers Gesicht, da er irgendetwas nasses verspürte. Der ganze Ärmel war mit Blut getränkt als Sho ihn das nächste Mal betrachtete. Vorsichtig fasste er sich ans Auge. Sho verspürte keinen Schmerz, nichts dergleichen, seine Fingerspitzen waren jedoch blutig. So gut er konnte wischte er sich das Blut aus dem Gesicht.

Ohne jegliche Vorwarnung schnallte plötzlich ein wahnsinnig starker Wind um das Trio. Aus Reflex drückte Sho Akiko zu sich und hielt die Hand schützend über ihren Kopf und drückte dabei die Katzenohren leicht nach unten. Was ist denn nun schon wieder? Können wir nicht einmal kurz durchatmen? fragte sich Sho im Gedanken und versuchte etwas zu erkennen. Doch der Wind wirbelte die Blätter und sogar Stöcke durch die Luft, dass sein Sichtfeld äußerst eingeschränkt war. Doch plötzlich konnte Sho in dem ganzen wirr warr etwas erkenne. Was... Was ist das? fragte er sich, doch die Antwort sollte er schon bald bekommen. Es waren gewaltige Schwingen die sich über den dreien erstreckten. Exiles Flügel waren ein Witz gegen diese gewaltige Größe.

Ein Phönis? fragte sich Sho etwas misstrauisch und ungläubig. Irgendetwas glitzerte am Ende seiner rechten Schwinge. Doch bevor Sho es erkennen konnte, schlug der gewaltige Vogel ein paar mal mit seinen Schwingen und flog höher in die Lüfte. Die gwaltige Kraft der Schwingen machte sich auf bei den Dreien bemerkbar, denn sie verloren allesamt den Halt am Boden und knallten gegen einen Baum, der den Weg blockierte. Sho schützte Akiko nach wie vor, sodass sie vom AUfprall nicht so viel spüren konnte. Exile schlug am Boden auf und bewegte sich nach wie vor nicht vom Fleck. Sho bezweifelte, dass er überhaupt etwas wahrnahm in diesem Augenblick.

Der starke Wind legte sich schließlich, nachdem sich der Vogel weiter entfernt hatte. "In den höchsten Höhen musst du suchen" flüsterte er vor sich her und schaute dabei dem Vogel nach. Ob das damit gemeint ist? fragte er sich und hielt Akiko nach wie vor fest in den Händen, was er jedoch kaum noch realisierte, da er so in seinen Gedanken verloren war.
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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Di Nov 18, 2014 4:35 pm

Akiko bekam zwar alles mit, war aber immer noch zu verwirrt um etwas zu unternehmen, aber selbst wenn sie nicht verwirrt gewesen wäre, was hätte sie schon machen können. Als der Phönix über ihnen hinwegflog, und Scho sich schützend über sie beugten, konnte sie aber erkennen, dass irgendetwas Leuchtendes an seinem rechten Flügel war. War es das? in die höchsten Höhen musst du fliegen)
Akiko hatte kaum Zeit darüber nachzudenken, als sie durch die Luft gewirbelt wurden. Sho prallte ihren Abfall ab, das sie kaum etwas abbekam. nachdem sie gelandet waren, stand Akiko auf, sie war auf eine seltsame Art und Weise ruhig. Macht fordert Leben.. der Tot seinen Tribut… das Blut stets seines gleichen.. Jeder muss den Preis bezahlen. Es schwirrte immer und immer wieder durch ihren Kopf. Welchen Preis hatte Exile wohl für seine Macht bezahlen müssen, Einsamkeit? Abneigung der Menschen dieser Welt? Bei seiner Macht war es wohl noch viel mehr. Akiko betrachtete Exile einen Moment nachdem sie sich aufgerichtet hatte, Wie er dort lag, und das Verderben sich rund um ihn weiter nach außen ausbreitete. Ein Schmetterling flog zu ihm, doch bevor er auf ihm landen konnte, verfielen seine Flügel zu staub, und der Schmetterling war tot. Akiko wandte sich an scho, der noch am Boden war, da er ja unter ihr gelegen hatte, Akiko reichte ihm die Hand, die Schatten in seinem Gesicht wahren beinahe verschwunden, so wie er sich schon wieder um sie gekümmert hatte, hatte sie wohl eher weniger vor ihm zu befürchten. Er nahm ihre Hand etwas wiederwillig an, und sie half ihm sich aufzurichten. Womit hat er gezahlt? Vermutlich mit seinem Auge, aber welche Fähigkeiten hat er genau? Akiko hatte noch nichts wirklich Übernatürliches an ihm entdecken können, also nahm sie an seine Fähigkeiten seien noch nicht erwacht. Exile hätte da vermutlich helfen können, aber in seinem Zustand… Jedoch wusste Akiko was sie zu tun hatten. Sie sah Sho in die Augen, und sagte „Ich weiß was wir zu tun haben.“ Ihre Selbstsicherheit machte ihr schon beinahe selbst Angst, aber sie verstand es, sie konnte es sehen, die Dunkelheit, die sich von Exiles herzen aus langsam in seinem Körper verbreitete. Sie wusste selbst nicht warum sie es sehen konnte, lag es an ihren Katzen ähnlichen Fähigkeiten? Katzen schienen ja auch zu bemerken wenn ein Mensch krank ist, oder war das eine Art neue Fähigkeit, die sich von dem Treffen mit den Toten erlangt hatte? Natürlich würde man vermuten, dass das Armband das Exile umgeschnallt wurde der Ursprung wäre, doch vermutete Akiko, das es eine Art Gift war, die Exile von innen heraus vernichtete. Sie konnte die gierenden Schatten des Todes in ihm erkennen.

Shos Gesicht Ausdruck war wie immer nichtssagend, aber Akiko fuhr fort. „Er ist vergiftet, ich bin mir sicher. Wir können wohl zwei fliegenmit einer Klappe erschlagen.. Wenn ich mich nicht ganz irre war das ein Phönix. Phönixe haben Heilende Kräfte. Es heißt, eine Phönix Feder kann jegliche Krankheit heilen. Ob es wirklich die Feder ist weiß ich nicht, das sind Legenden, aber ich würde auf Phönix Blut tippen. Und ich bin mir sicher du hast das leuchtende Ding an seiner Schwinge gesehen? Vermutlich das Relikt, das in höchster Höhe zu finden sein soll.“ Akiko  wollte lieber nicht sagen woher sie das zu wissen glaubte, eigentlich waren das Geschichten aus den Büchern, die sie früher immer den Kindern vorgelesen hatte. Aber das brauchte Sho nicht zu wissen. Schließlich war sie sich sicher, dass sie ihm mithilfe von Phönix Blutes heilen könnten. „wir sollten so schnell wie möglich aufbrechen.. Ich habe keine Ahnung wie viel Zeit uns bleibt. Aber wir sollten uns beeilen. Auf Exile aufzupassen wäre sinnlos, in diesem Zustand kann ihm nichts zu nahe kommen.“  Akiko musterte Sho, und wieder fing ihr Schwanz an zu wedeln, während sie auf eine Antwort wartete.
Wärenddessen dachte sie darüber nach welchen Preis sie wohl bezahlt hatte...
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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Mi Nov 19, 2014 6:10 pm

Sho ließ sich zwar wirklich nur ungern aufhelfen, doch so wie er momentan dalag und ihm die Hand entgegengestreckt wurde, nahm er sie um sich aufhelfen zu lassen. Anschließend wanderte sein Blick wieder zu Exile. Irgendwie tat es ihm Leid, dass er die ganze Zeit an ihm gezweifelt hatte. Hätte er ihm helfen können und dies hier verhindern können? All solche fragen huschten durch seinen Kopf, die ihn gerade nicht los ließen. Einzig und allein Akiko riss ihn aus dem Gedanken wirr warr. "Eine Phönixfeder oder Blut?" fragte er mehr sich selbst als als Akiko. Er hatte nichts davon gehört oder gelesen, andererseits wusste er auch nicht weshalb Akiko ihn anlügen sollte. Also nickte er um seine Zustimmung zu geben. "Nur eine kleine Sache, hast du gesehen wie groß dieses Biest ist? Wie sollen wir das denn hinbekommen?" fragte er und klang beinahe etwas pessimistisch eingestellt. Doch er schüttelte den Kopf und blickt leicht zu Boden. "Verzeih mir, ich weiß das wir es schaffen. Ich hatte nur eben eine Sekunde gezweifelt. Das wird nicht wieder vorkommen" versicherte er Akiko bevor er einen Punkt mit seinen Augen suchte, wo man wohl am weitesten nach oben kommen könnte. In der Ferne schien es einen riesigen Baum zu geben, den die Einwohner wohl als Mutterbaum deklarieren würden.

"Es mag vielleicht eine blöde Idee sein, aber was hältst du davon diesen riesigen Baum nach oben zu steigen?" fragte er Akiko und deutete auf den hochragenden Baum, den man selbst hier noch einige Meter sehen konnte. Er ragte viel höher über den Erdboden als sonst irgendein Baum den er sehen konnte. "Vielleicht ist es Zeitverschwendung, aber ich sehe momentan keine andere Möglichkeit" erklärte und und sah Akiko ins Gesicht. "Außer du hättest eine bessere Idee um die ich natürlich heilfroh wäre" fügte er dann noch hinzu und legte seine Hand auf sein Katana. Irgendwie fühlte er sich etwas sicherer wenn er den Stahl seines Schwertes spürte und das fein eingearbeitete Leder um den Griff.

Sho blickte auf den Baum und versuchte irgendetwas zu erkennen, doch der Baum war einfach zu weit weg, obwohl die Baumkrone wirklich mehr als nur impolsant war. Konnte man aus dieser Entfernung nichts erkennen. Er kniff sein Auge etwas zusammen, als er einen Schmerz in seinem anderen verspürte. Erneut fing es an zu bluten, jedoch viel heftiger als zuvor. Es war jedoch rein reines Blut was aus seinem verdeckten Auge trat. Es war eine silberfarbige Flüssigkeit dabei. Sho wischte sich das Blut mit seinem Ärmel aus dem Gesicht und erschrak etwas als er die Flüssigkeit sah. Was ist das? fragte er sich und verwarf den Gedanken schnell wieder, da er empfand, dass es momentan wichtigere Dinge gab.

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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Do Dez 25, 2014 1:43 am

Akiko war von Shos Reaktion überrascht, doch gleichzeitig beruhigte es sie. Normalerweise hätte sie darüber bedrückt sein sollen, das Sho an ihnen gezweifelt hatte, aber in dem Moment, hatte er für eine Sekunde seine Maske fallen lassen, ob gewollt oder ungewollt.  Seit sie hier angekommen waren, wirkte er beinahe immer selbstsicher und emotionslos. Und obwohl Akiko wusste, dass es eine Maske war, hatte es sie beunruhigt. Shos Menschlichkeit zu sehen, seine Unsicherheit, und seine Verlorenheit, die ihrer vermutlich in nichts nachstand, beruhigte sie enorm. Beinahe hätte sie ihn in den Arm genommen, besann sich aber noch rechtzeitig und wendete sich zu dem Baum von dem Sho gesprochen hatte. Sie erinnerte sich an ein paar Gespräche die sie mit Exile geführt hatte, wenn sie gerade Pausen zwischen dem Training gemacht hatten. Sie musterte den Baum genau, und versuchte etwas auf der Baumkrone zu erkennen, jedoch war sie zu weit entfernt um etwas klar wahrzunehmen. Einmal glaubte sie eine Bewegung wahrzunehmen, konnte sich aber nicht sicher sein das es keine Einbildung war. Exile hatte ihr einmal von einem Baum aus alten Legenden erzählt, handelte es sich hierbei um den besagten Baum? Wenn ja, war die Wahrscheinlichkeit, dass sie dort etwas finden würden, das Exile helfen könnte relativ hoch.

„Ich glaube wir sollten es versuchen, ist wohl unsere einzige Option.“ sagte Akiko und wandte sich wieder an Exile, der in diesem Moment eine silbrige Flüssigkeit von seinem verdeckten Auge wischte. Akiko erschrak nicht einmal. Von den Gesprächen mit Exile, und den Ganzen Informationen die sie bekommen hatte, vermutete sie bereits das Sho mit seinem Auge bezahlt hatte. Sie riss einen Stofffetzen von dem Ärmel, ihrer Kleidung, und nahm sich vor, bald einmal im Dorf ein Paar Kleidungsstücke zu besorgen. Sie reichte ihm den Stofffetzen, da sie vermutete, dass es ihm wohl unangenehm gewesen wäre wenn sie es für ihn abgewischt hätte. Außerdem hatte er den Griff seines Katanas in der Hand, was ein weiterer Grund war ihm nicht unangekündigt zu nahe zu kommen. „Ich weiß nicht wie ich dir mit deinem Auge helfen kann…Aber er könnte es vermutlich“ Akiko nickte in Exiles Richtung, der immer noch reglos dalag.  Sie musterte ihn noch einmal mit einem traurigen Blick, bevor sie wieder zu Sho schaute. „Ich kann dir nur sagen, dass du vermutlich eine Fähigkeit hast, die mit deinem Auge zu tun hat, so wie ich offensichtlich Katzenähnliche Fähigkeiten habe. Also sollten wir uns umso mehr beeilen. Exile hat einmal von einem „Mutterbaum“ oder „Yggdrasil“ in der alten Sprache, wie er es nannte, gesprochen. Vermutlich hat er von diesem Baum gesprochen. Er meinte er sei in alten legenden der Baum des Lebens genannt worden.“ Wieder schweifte ihr Blick zu Exile. „Wäre doch passend wenn wir dort eine Heilung für ihn finden würden.“

Während sie noch sprach, war Akiko bereits dabei ihre restlichen Dinge zu packen, überprüfte ob ihre Dolche an der rechten Stelle waren, und zog den Mantel enger zu. Als sie fertig war, machte sie sich mit Sho auf den Weg, und hoffte, dass sie rechtzeitig mit einer Heilung zurückkamen.
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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Mo Dez 29, 2014 8:27 pm

Sho versuchte weiterhin etwas auf diesem Baum zu erkennen, doch die Einschränkung durch sein Auge, war auch nicht gerade hilfreich. "Also gut, dann sollten wir es versuchen" meinte er, als er sah, dass ihm Akiko ein Tuch hinhielt. "Ich danke dir" entgegnete er ihr freundlich und nahm das Tuch an. Anschließend drehte er sich etwas zur Seite um das Blut und diese Flüssigkeit weg zu wischen. Währenddessen, meinte Akiko, dass ihm Exile wohl helfen könnte, wenn er wieder auf den Beinen wäre. Ebenfalls benannte sie den Baum. "Yggdrasil? Noch nie gehört, aber ich glaube, das es unsere einzige Möglichkeit ist irgendetwas zu tun. Ohne Exile wissen wir nicht wie es weitergehen soll. Er scheint ziemlich viel über diese Welt zu wissen. Mich würde interessieren wie lange er schon hier lebt und vor allem, wieso er von den anderen gejagd und verachtet wird." sprach Sho und richtete den Blick währenddessen auf Exile. Eine Fähigkeit wie Akiko? fragte er sich und schloss sein Augenlid. Was konnte das sein? Sho verfiel noch ein paar Sekunden in Gedanken, bis er erneut seinen Kopf schüttelte. Was ist nur los mit mir? Ich habe Selbstzweifel und verliere die Beherrschung über mich selbst... Akiko kann einige Dinge, doch kann ich sie überhaupt beschützen? Bin ich in der Lage das zu tun, was ich gesagt habe? Sind wir beide denn wirklich in der Lage dazu diese Welt hier zu retten? fragte er sich und seufzte leicht. Doch all diese Gedanken halfen ihm nicht weiter. In Selbstmitleid zu verfallen, war nun absolut nicht das, was Shos Charakter ausmachte. Wie auch immer, es ist wichtig, dass ich zumindest mein Bestes gebe. Mehr gut nun einmal nicht. Ob es ausreichen wird, wird sich wohl noch in Zukunft zeigen dachte er sich und blickte wieder zu dem Baum und dann wieder zu Akiko.

"Okay, dann sollten wir uns beeilen, damit wir Exile noch helfen können. Ich denke, dass es das Beste wäre, wenn du voran läufst. Einerseits bist du schneller als ich und andererseits hörst du besser als ich. Du kannst den Weg auskundschaften, und zwar von den Bäumen aus. Denkst du das würde gehen?" fragte er und fing schon an in Richtung des Baumes zu laufen. Es war wichtig so wenig Zeit wie möglich mit dem Weg dorthin zu verschwenden. Nicht nur, weil es um Exiles Leben ging, sondern auch, weil ein vermutlich harter Kampf kurz vor ihnen stand und sie ihr Kräfte für diesen aufsparen sollten und nicht schon auf den Weg dorthin alles an Energie verschwenden sollten. Keine Zeit vertrödeln, das ist wichtig dachte er sich noch während er lief, doch daraus schien nichts zu werden. Sho stoppte noch ruckartig bevor Akiko ihn überhaupt erst überholen konnte. Ein Wesen versperrte Sho den Weg, doch es schien anders zu sein als die Wanderer die sie bisher kannten. Es sah aus wie ein Mensch und auch wieder nicht. Breitgefächerte schwarze Flügel schmückten den Rücken dieses Wesens und lange scharfe Klauen waren an seinen Händen, beinahe wie die Pratze eines Pumas, doch die Krallen waren erheblich länger. Eine schwarze Aura umgab es und Sho wurde allein durch diese gezwungen einige Schritte zurück zu gehen. "Wer bist du?" fragte Sho und blickte zu dem Wesen, das leicht über dem Boden flog. "Kehrt um, oder ihr werdet das selbe erleiden wie eure Liebsten die ihr verloren habt und die ich in Fetzen gerissen habe!" zischte eine bösartige Stimme unter einer schwarzen Rüstung. Die Stimme klang schon gar nicht mehr menschlich, sondern wie die eines Dämons, wie man sie in Shos Zeit aus Filmen kannte. Ist er dafür etwa verantwortlich? dachte sich Sho, während die Wut bereits in sein Blut stieg und ihn dazu brachte sein Schwert zu ziehen. Doch das Wesen lachte nur spöttisch über ihn. Es machte auch nicht den Anschein, als würde es auf einen Kampf hinauswollen. "vergiss es, du bist viel zu schwach um mit mir die Klinge zu kreuzen. Geht zurück wo ihr hergekommen seid und ich werde euch verschonen" zischte er erneut, bevor das Wesen in einem Schatten verschwand.

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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Mi Dez 27, 2017 3:28 pm

HITSU:

Als Sho losrannte bemerkte Akiko das er den Stofffetzen den mit dem er die Silberne Flüssigkeit von dem Auge gewischt hatte fallen gelassen hatte. Akiko sammelte ihn auf und steckte ihn ein, dann machte auch sie sich auf den Weg. Sie suchte sich einen Pfad der etwas neben der Strecke lag, die Sho genommen hatte. Sie wählte einen Weg auf dem immer wieder einige höhere Bäume aus dem Wald ragten, damit sie diese erklimmen konnte, und so den Weg etwas vorausspähen konnte. Je früher ich eine mögliche Bedrohung entdecke desto leichter kann ich sie umgehen, und eventuell auch Sho warnen. Akiko kam bei dem ersten Hohen Baum an, und fing an hinaufzuklettern, einige der Äste waren zu weit voneinander entfernt um sie gefahrlos zu erreichen. Wiederwillig nahm Akiko ihren Dolch, den sie immer auf der rechten Seite trug, und rammte ihn ins Holz. Akiko seufzte innerlich, da sie den Dolch danach wohl wieder schärfen musste. Bevor sie die Spitze erreichte, spürte sie eine merkwürdige, bösartige Präsenz in Sho‘s nähe. Panik packte Akiko, was wenn ihm jetzt etwas zustieß? Hastig kletterte sie den Baum hinunter, und fluchte als sie bemerkte dass sich auf dem Dolch Harz verklebt hatte. Sie nahm einen Fetzen aus ihrer Tasche und wischte den notdürftig Dolch ab, damit das harz sich nicht zu sehr verfestigen konnte, und Rannte so schnell sie konnte in Sho‘s Richtung.

Als sie näher kam hörte sie eine merkwürdig kratzende Stimme. Sie schlich sich so schnell an wie sie konnte ohne Geräusche zu verursachen und kletterte auf einen Baum. Dann hüpfte sie beinahe geräuschlos von einem Baum zum nächsten um näher zu kommen, und Sichtkontakt herzustellen. Hinter dem nächsten Baum konnte sie Sho und eine Kreatur ausmachen, sie schien Sho nicht angreifen zu wollen, aber bedrohte ihn. Die Anspannung war Sho deutlich anzusehen, zwar war sein Gesicht regungslos wie immer, aber sein ganzer Körper strahlte aus, dass er bei der kleinsten Bewegung bereit war zu kämpfen. Akiko positionierte sich so, dass sie freie Sicht hatte, und angreifen konnte. Das Wesen sah sehr bedrohlich aus, und als es sich plötzlich mit dieser schwarzen Aura umgab, dachte Akiko es wolle Sho angreifen. Blitzschnell zog sie ihren rechten Dolch, und warf ihn mit aller Kraft auf die Kreatur. Der Dolch leuchtete rot und Blut lief aus den Gravuren. Als die Klinge auf die Rüstung traf, sah Akiko die Funken fliegen, und es ertönte ein markzerreißendes Geräusch.Schließlich war die Kreatur komplett verhüllt und verschwunden.

Akiko sah verdutzt auf die Stelle wo es eben noch gestanden hatte, und kletterte vorsichtig vom Baum. Sie musterte Sho von oben bis unten, stellte beruhigt fest, dass er nicht verletzt war. Wieder fluchte sie in sich hinein, als sie feststellte, dass ihr Schwanz schon wiederwedelte. Irgendwann schneide ich das verdammte Ding ab. Akiko ging zu der Stelle, an der ihr Dolch sich in den Boden gebohrt hatte, und zog ihn heraus. Noch immer konnte sie die Gier nach Blut und Tod in ihm spüren. „Jaja der Preis ich weiß du bekommst dein Blut schon noch.“ Das Blut trat immer noch aus den Gravuren hervor, aber Akiko nahm noch etwas anderes war. Sie hatte zum Abwischen des Harzes das Tuch verwendet, mit dem Sho sein Auge gereinigt hatte. Unter dem Blut hatte sich diese silbrige Substanz gemischt. Hat das Wesen daher geschrien? Nachdenklich sah Akiko Sho an. Er schien etwas sagen zu wollen, oder vielleicht hatte Akiko eine Frage auch schon überhört und er wartete auf eine Antwort, so sehr wie sie in Gedanken versunken war. Sie wandte sich wieder der Stelle zu wo die Kreatur gestanden hatte, es waren einige Splitter zu sehen, die wohl von der Rüstung stammen mussten. Wieder Seufzte Akiko, und da sie kein Risiko eingehen wollte, Schnitt sie sich mit dem sauberen Dolch in den Oberschenkel, und tröpfelte das Blut auf ihren Dolch, um seine Gier zu befriedigen. Während sie das tat, drehte sie sich zu Sho um und fragte leicht verwirrt „Was war hier los? Ich dachte es würde dich angreifen?“

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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Mi Dez 27, 2017 3:28 pm

SAITO

Sho stand mit gezogenem Schwert da und wusste nicht was er von der ganzen Situation gerade halten sollte. Das Wesen drohte ihm, doch attackierte ihn nicht, Akiko warf einen Dolch den er genau ansah als er neben ihm einfach den Boden halb durchbohrte. Es war Blut darauf zu sehen, Gravuren aus denen Blut trat. Als wäre das noch nicht alles gewesen, schien Akiko ganz genau zu wissen was das zu bedeuten hatte, sie schnitt sich selbst in den Oberschenkel und ließ ihr eigenes Blut darauf tropfen. Sho überlegte, doch wirklich einen Reim darauf konnte er sich nicht machen. Er wusste nur, dass er ihr gewaltig nach hing. Eigentlich störte es ihn nicht. Immerhin war er nie wirklich stark gewesen, doch er hatte langsam Angst für Akiko eine Last zu werden anstatt einer Hilfe. Sie war so rasend schnell geworden, ihre Reflexe unglaublich, ihr Gleichgewichtssinn war beneidenswert und ihr Sprungkraft enorm und nun… Nun hatte sie scheinbar sogar einen Weg gefunden wie sie ihre Dolche richtig einsetzt und eine scheinbar innere Macht darin richtig nutzt. Was hatte Sho da schon zu bieten? Vermutlich musste sie die ganze Zeit auf ihn Acht geben. Sho waren diese Gedanken äußerst unangenehm und ein leichter Blick in die rechte untere Ecke schien das wohl auch zu verraten. Wie solle er sich weiter verhalten? Sie hatte ihm das Leben gerettet und er war ihr dankbar, verlassen wollte er sie demnach also eigentlich nicht. Doch wäre es nicht sicherer für sie gewesen wenn er es tat? Ich werde nach dieser Mission entscheiden ob ich Akiko verlassen werde oder nicht dachte sich Sho und ging schließlich weiter in Richtung des Baumes Yggdrasil.

Lass uns gehen Akiko“ gab er von sich und beschloss sie auf dem Weg nach den Dolchen zu fragen. „Sag mal…“ startete er, „du scheinst sehr stark geworden zu sein seit du meintest Exile hätte dich trainiert. Wieso hast du vorhin Blut auf deine Dolche getropft? Wieso verlieren diese Blut aus den Gravuren? Was bedeuten diese Gravuren?“ so viel wollte Sho eigentlich gar nicht sprechen doch als er anfing bewegten sich seine Lippen und Stimmbänder irgendwie automatisch und er fragte eine Frage nach der anderen. „T.. Tut mir Leid… Du musst mir natürlich nicht darauf antworten“ fügte er dann noch eher etwas kleinlaut hinzu.

Inzwischen waren die beiden schon ein gutes Stück vorangekommen und der Magie Baum Yggdrasil schien in greifbarer Nähe. Als sie so nahe bei ihm standen, wirkte er noch viel imposanter als von der Ferne. Seine Farben waren einzigartig, beinahe leuchtende Farben wurden den beiden entgegen geworfen. Grün, gelb, alle Farben die der Wald zu bieten hatte. Es war ein atemberaubender Anblick. Eine wohlige Wärme ging von diesem Baum aus. Ob das wohl vom Magiestrom war der den Baum durchfloss? Sho konnte es nicht sagen, er wusste nur, dass er sich wahnsinnig geborgen und wohl fühlte in seiner Nähe. Er schloss die Augen, einfach um den Moment ein wenig genießen zu können und ließ anschließend seine Augen über die Äste und Zweige des Baumes streifen. Es sah beinahe so aus, als gäbe es sogar Wege aus Ranken und festen Stämmen die in die Baumkrone zu führen schienen. „Lass uns nachsehen was dort oben ist“ meinte Sho knapp und ging den ganzen Weg nach oben. Nicht zu schnell, eher in einem überschaubaren Tempo. Viel zu sehr genoss er hier gerade die Atmosphäre als dass er sich hätte beeilen wollen.

Oben angekommen sah er ein kleines Blitzen das seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Sho näherte sich diesem gleißenden Blitzen und blieb schließlich vor einer Wand aus Ästen, Blättern und Dornen stehen. Es wirkte wie eine schützende Wand die niemanden zu diesem Artefakt vorlassen würde. Es war kein Reliktteil das an das andere gepasst hätte. Es war viel kleiner, schien aus reinem Silber zu sein. Doch Shos Blick fuhr sich richtig an dem kleinen Ding fest. Vorsichtig streckte er seine Hand aus und wollte nach dem kleinen Artefakt greifen. Langsam zwängte er seine Hand durch das Gestrüpp hindurch, als sich dieses plötzlich lockerte und ihm den Weg freiwillig öffnete. Zwei weitere Schritte nach vorne waren schnell getan und Sho stand direkt vor dem Artefakt, das sich nun auch langsam auf ihn zubewegte. Direkt über seiner Handfläche schwebte es ein wenig bevor es anfing stark zu leuchten und sich einen Weg in Shos Körper suchte. „Gn…“ entfuhr es ihm aus Schmerz der sich in ihm breit machte bis das Artefakt vollkommen in Sho verschwunden war.

Endlich konnte Sho auch wieder einen klaren Gedanken fassen, doch was gerade passiert war konnte er nicht zuordnen…

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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Mi Dez 27, 2017 3:28 pm

HITSU:

Als sie sich wieder auf den Weg machten, und Sho begann sie mit Fragen zu durchlöchen, nur um sich im nächsten Augenblick wieder dafür zu entschuldigen, rang ihr das ein kleines Lächeln ab. Trotz seiner nach außen kalt wirkenden Art war er sehr Zuvorkommend und Rücksichtsvoll. Vor allem aber sehr Respektvoll, stets auf Grenzen bedacht. Ihr kam es vor als würde sie ihn schon länger kennen als es eigentlich der Fall war. Allerdings war ihr Lächeln von Trauer und Schmerz leicht verzerrt, die Macht die sie erlangt hatte kam ihr Schmutzig und Falsch vor, gleichzeitig aber gerecht und voller Wärme. Ihre Freunde waren gestorben, und nun halfen sie ihr von dem reich der Toten. Konnte sie ihm das erzählen? Würde er ihr glauben und es verstehen ohne angewidert zu sein? Die gleichen Worte hallten wieder und wieder in ihrem Kopf, und sie hatte keine Zweifel daran das sie ihr das restliche Leben ins Gedächnis gebrannt werden würden. Um ihm das zu erläutern müsste sie ihm alles erzählen. Konnte sie dies wagen?
Andererseits sah sie immer wieder diese Schatten auf seinem Gesicht.
Sie sah ihm ins Gesicht und Schatten verzerrten es immer wieder, das einzige Stetige das sie erkennen konnte war sein intelligentes Auge, auch wenn es im Moment etwas beunruhigt wirkte, da sie schon viel zu lange schwieg, und sich eine peinliche Stille um sie beide ausbreitete.
Sie schüttelte den Kopf um die Schatten loszuwerden und und ignorierte seinen Blick der auf ihr ruhte.
Sie fasste den Entschluss, das wenn sie ihm nicht vertrauen konnte, sie sowieso niemanden mehr vertrauen konnte, und sie alles auf diese eine Karte setzen würde.

"Sho..." fing sie an "ich werde deine Fragen beantworten, nachdem wir diesen verdammten Vogel etwas Blut, eine Feder und das Relikt abgenommen haben und wir hoffentlich Exile retten können." Sie erwiderte seinen Blick direkt und fuhr fort "Es wird etwas dauern das zu erzählen, und jetzt sollten wir auf der Hut sein, ich kann nicht schon wieder abdriften und Gedanken nachhängen." Als sie ihn so anblickte und sie Verständnis in seinem Blick sah, lüfteten sich die Schatten in seinem Gesicht beinahe, und ihr fiel ein Stein vom Herzen.
Etwas unwohl war ihr doch das sie bald über all das sprechen sollte, also beschleunigte sie ihre Schritte um der peinlichen Situation zu entkommen.

Erst jetzt bemerkte sie das die Magie des Baumes immer stärker wirkte, und ihr wurde wohl ums Herz, am liebsten wäre sie hier geblieben und hätte einfach den Wald genossen. Nur Shos Anwesenheit und die ständigen Gedanken an Exile wie er hilflos am Boden lag, trieben sie an.

Als sie am Fuß des Baumes angekommen waren bestaunte sie die natürliche Treppe die sie dort vorfanden und als Sho ihr in einem gemütlichen Tempo vorschlug nachzusehen was oben zu finden war stimmte sie ihm zu und sie gingen hinauf und bestaunten dieses Wunder. Alles rund um diesen Baum schien vor Lebenskraft nur so zu sprießen.

Weiter oben bemerkte sie ein Blitzen hinter einer natürlichen Wand, und es bereitete ihr Unbehagen. Sho hingegen ging beinahe zielstrebig darauf zu, als würde er davon angezogen, und noch bevor sie sich entschied was sie tun sollte griff er danach und das kleine silbere Teil flog auf ihn zu. Nachdem es ein wenig über seiner Handfläche flog, leuchtete es auf und zerteilte sich, nur damit dann die Splitter.. nein Tropfen sich auf gewaltvolle Weise Zutritt zu Shos Körper suchten.
Akiko erschrak als Sho einen Schmerzenslaut von sich gab als diese Tropfen sich durch seine Haut zwängten.
Doch er stand aufrecht, und plötzlich wirkte er anders, etwas an ihm hatte sich verändert.

"Geht es dir gut? Was war das?" Sie sah ihn verwirrt an und hielt ihn am Arm. Aus seinem verdeckten Auge rann jetzt mehr Blut und vor allem viel mehr von diesem silbrigen Zeug.
Doch bevor sie sich einen Reim auf all das machen konnte hörte sie ein ohrenbetäubendes Dröhnen, gefolgt von starken Windstößen, sodass sie sich an einem dicken Ast festhalten musste.
Sie sah sich um wo der Phönix war, doch Sho sah ihn vor ihr. Durch den Wind wurden die Blätter der Baumkrone weggedrückt und Sho zeigte in die Richtung. Allerdings achtete Akiko in diesem Moment weniger auf den Phönix, denn als sie Sho ansah bemerkte sie das sich diese silbrige Flüssigkeit aus seinem Blut löste, sie schwebte in kleinen Tropfen um ihn herum. Er schien es nicht zu bemerken, und jetzt war nicht die Zeit dem auf dem Grund zu gehen.

"Sho, lenke ihn ab wenn du irgendwie kannst, ich versuchen irgendwie auf seinen Rücken zu kommen, mir das Relikt und was wir sonst brauchen zu schnappen, und dann sollten wir verschwinden"
Sie wartete auf keine Antwort, sondern kletterte die Äste hoch, und sichte sich den höchsten Punkt den sie Finden konnte, und überlies das Wie ganz dem Mann, den sie eben beschlossen hatte ihren Freund zu nennen....

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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Mi Dez 27, 2017 3:29 pm

SAITOU

Sho betrachtete gerade noch ungläubig seinen eigenen Körper als dieses silberne Teil in ihm verschwand. Zuvor hatte es sich aber scheinbar noch verflüssigt. Sho wusste wirklich nicht was er mit sich anfangen sollte, doch auch ihm blieb keine Zeit darüber nachzudenken. Plötzlich drängte die Zeit. Eben noch fragte ihn Akiko ob alles in Ordnung wäre, doch im nächsten Moment kletterte sie schon auf die Zweige des gigantischen Baumes. Sho hatte bemerkt dass sie ihm ein paar Worte gesagt hatte, doch sah er nur die Bewegungen ihrer Lippen, ihm fehlte der Ton dazu. Zu laut war das unangenehme fiepsen in seinem Ohr. Immer wieder schüttelte Sho den Kopf um wieder zu sich zu finden, doch seine Sicht engte sich ein, noch mehr als sonst. Immer wieder sah er Sekundenweise nichts mehr.

„Aki… A… Akik…“ nicht einmal ihren Namen konnte er wirklich aussprechen. Was ist nur los mit mir? Ich war doch wieder halbwegs fit. Was ist nur auf einmal los mit mir?! fragte er sich beinahe panisch während er sich verzweifelt den Kopf hielt und sich an einem Ast festklammerte um von den gewaltigen Windströmen nicht hin fortgerissen zu werden. Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn tropften langsam auf den Boden. Sie verlässt sich auf mich, ich kann sie jetzt nicht im Stich lassen. dachte er sich und zog sein Schwert. Vorsichtig und immer noch am Ast festhaltend drehte er sich in die Richtung wo der Phönix herkam und richtete seine Klinge auf diesen.

Der Phönix kreischte laut und schwang noch einmal sein Gefieder und Sho wurde von dieser gewalt zurückgeschleudert und sein Schwert ihm aus der Hand gerissen. „NEIN!“ entfuhr es ihm als er das Schwert die tiefen hinabfallen sah. „Das darf nicht wahr sein!“ schrie er sich selbst an, also er plötzlich diese silbernen Kugeln um sich bemerkte. Was… fragte er sich und bemerkte dass ihn diese kleinen Kügelchen zu verfolgen schienen. Egal wie er sich drehte oder wendete, sie verfolgten ihn immer.

Doch auch das half ihm nicht, immer wieder wurde er in komplette Dunkelheit gehüllt, bis er schließlich sein Bewusstsein verlor. Zumindest für ihn, doch sein Körper stand noch aufrecht. Wie konnte das sein? Wie von einer Hand gelenkt, führte Sho Handbewegungen aus, die diese silbernen Kügelchen formten. Kleine Wurfmesser waren plötzlich um ihn herum. Sho selbst… Sein Geist bekam davon allerdings nichts mit. Doch wer war das dann der sich seines Körpers hier eben bemächtigt hatte? Plötzlich schossen diese Wurfmesser ungebremst auf den gewaltigen Feuervogel zu und fügten ihm erhebliche Schmerzen am rechten Flügel zu. Genau der Flügel, wo sich auch das reliktteil befand. Kurz danach ging Sho auch gleich wieder zu Boden und keuchte stark.

Währenddessen lag Exile immer noch am Boden und windete sich vor Schmerzen am Boden. Alles was er berührt hatte war verfault und abgestorben. War das vielleicht seine Strafe? Sein Tribut? Lautes Geschrei konnte er aus der Ferne plötzlich hören. Doch selbst wenn er sich noch so sehr anstrengte, der Bann der ihm auferlegt wurde, folterte ihn halb zu Tode und er konnte sich nicht aufrichten. Laso kauerte er weiter am Boden und seine Sicht fing an langsam zu verschwimmen. Die Farben flossen ineinander und gaben ein komisches Bild ab, das nichts mehr mit der Realität zu tun hatte. Der Dorfälteste war zurückgekehrt. Zurück zu Exile. „Wir werden dich nicht töten, aber wir werden dir etwas nehmen. Nie wieder sollst du unsere Helden verführen auf die falsche Seite zu gehen. Nie wieder sollst du für den Tod derer verantwortlich sein, denen wir unser Leben anvertrauen wollen.“ Schrie er Exile beinahe an, doch Exile konnte bei diesen Worten nur leicht lächeln. Antworten konnte er nicht mehr, doch er hätte es vermutlich ohnehin nicht als nötig empfunden. „Überbringt mir den Ritualsdolch“ befahl er seinen Angestellten und nahm diesen binnen weniger Sekunden auch entgegen. „Haltet ihn fest, dreht ihn so, dass ich seinen Rücken bei mir habe“ befahl er fortführend und setzte die Klinge direkt an die Ansätze der Flügel und schnitt immer weiter bis der erste Flügel abgetrennt war.

Exile keuchte und schrie aus ganzer Seele. Seine Flügel waren doch seine Freiheit. Sein Stolz und das nahmen sie ihm nun. Er schrie so laut, dass man seine Schmerzverzerrten Schreie wohl sehr weit hören könnte und der Wald trug seine Schreie noch weiter und tiefer in den Wald. Die Prozedur endete jedoch nicht, denn nun war der zweite Flügel dran. Erneut schrie er vor Qualen. Als würde man einem Menschen langsam einen Arm abtrennen, so fühlte sich dieser Schmerz für Exile gerade an. Gegen Ende hin, war Exile jedoch so erschöpft und hatte so viel Blut verloren, dass sein Schreien verblasste und er schwieg. Seine Flügel würden in ein Behältnis aus Holz und Glas gegeben und mit Nägeln darin fixiert, da sie die Anwesenheit seiner Besitzer immer noch spüren konnten und sich wieder an ihn binden wollten. Doch der Dorfälteste verbat dies und schloss diese Kiste und brachte sie mit den restlichen Dorfbewohnerin wieder zurück in das Dorf.

Exile stöhnte schmerzerfüllt vor sich hin. Erinnerungen aus alten Zeiten überkamen ihn. Als noch alles in Ordnung war… Als er noch respektiert wurde und seinen Platz unter all diesen Wesen hier hatte. Was war nur geschehen…

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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Mi Dez 27, 2017 3:29 pm

HITSU

Akiko verstand nicht was eben geschehen war, aber Shos normaler Gesichtsausdruck hatte sie denken lassen das er soweit okay ist, und dass sie mit dem neuen Problem später umgehen könnten. Als er jetzt nicht einmal mehr ihren Namen herausbekam wäre sie am liebsten hinunter gestiegen und hätte ihn hier weggebracht. Aber einen Moment später trat ein komischer Ausdruck auf sein Gesicht und nach ein paar Handbewegungen flogen silbrige Messer auf den Vogel zu. Akiko versuchte keine Zeit zu verschwenden, und als der Phönix mit dem verletzen rechten Flügel an Höhe verlor und versuchte sich in der Luft zu halten sprang sie zu ihm hinüber. Sie nahm sich vor das Geschöpf nicht mehr zu verletzen als notwendig, also packte sie das Gefieder in der Mitte des riesigen Vogels und versuchte sich zu dem Relikt am Flügel vorzuarbeiten. Plötzlich vernahmen ihre feinen Ohren einen Schrei, so furchtbar, verzerrt vor Schmerz, gezeichnet von so einer Qual und einem unvorstellbaren Verlust, das Akiko das Blut in den Adern gefror. Mit dem Schrei schwang etwas mit das sie erkannte.. Exile…..Sie sah von Sho, der sich scheinbar nicht mehr bewegte zu dem Relikt. Scheise… dafür wird er mich umbringen. Wenn ich ihm die Arbeit nicht gerade selbst abnehme. Akiko konzentrierte sich, und ihr ganzer Körper weigerte sich ihrem unerbittlichen Befehl Folge zu leisten, aber sie zwang sich über alles hinaus was ihr entgegengestellt wurde, und eine Kraft erfüllte sie wie es nur schwer in Worte zu fassen war. Es fühlte sich an als könnte sie alles schaffen in diesem Zustand. Schneller als es möglich sein sollte sprang sie auf dem Rücken des Phönix herum wie eine Katze, statt den Krallen benutzte sie ihre Dolche. Sie schnitt das Relikt von seinem Flügel und rammte im selben Atemzug ihren Dolch in sein Fleisch, Sie riss sich ein großes Stück ihres Mantels ab und tränkte es komplett in Phönix Blut. Als dieses mächtige alte Blut in ihre Klingen gezogen wurde hallten die Worte unerbittlich in Ihrem Kopf wieder. Macht fordert Leben.. der Tot seinen Tribut… das Blut stets seines gleichen… Jeder muss den Preis bezahlen. Sie musste all ihre Gedanken zusammennehmen um nicht abzudriften. Dennoch fragte sie sich was für einen Preis diese aufbringung von Macht sie wohl kosten würde. Sie beherrschte sich, und beeilte sich. Exiles Schrei hatte mittlerweile aufgehört und Akiko hatte Angst was sie an dem Bach vorfinden würden. Sie riss dem Phönix eine handvoll Federn aus, wickelte sie notdürftig in das Blut getränkte Stück Stoff, und versuchte sich krampfhaft an ihren immer noch im Rücken des Phönix feststeckenden Dolch festzuhalten. Das Geschöpf versuchte sie unerbittlich hinunterzuwerfen. Ohne die verbesserten Fähigkeiten des "Schattenschrittes" wäre sie wohl auch schon hinunterfallen. All das geschah innerhalb von Sekunden, und trotzdem brannte ihr Körper förmlich. Es war viel zu früh gewesen es wieder einzusetzen, aber was hatte sie schon für eine Wahl, also benutzte sie den Schwung, den sie bekam als der Vogel sie wieder abzuwerfen versuchte und riss ihren Dolch genau in dem Moment aus dem Rücken des Tieres, damit sie in die Richtung des Baumes befördert wurde. Sho war noch immer besinnungslos. Verdammte Scheise wir müssen hier weg, und zwar schnell. Hinter ihr spürte sie wie es heiß wurde, sie fing ihren Flug ab indem sie sich an einem Stamm festhielt und erhaschte einen Blick auf den Phönix. Nun schien er zu Brennen, aus den verletzten Stellen stachen Stichflammen empor, und er schien sich zu erholen. Akiko lies keine Zeit vergehen bevor sie handelte, sie verpackte ihre Beute und ihre Dolche im Umhang, nahm Sho so wie sie ihn eben zu packen bekam und rannte mit einer Geschwindigkeit wie sie es noch bereuen würde.

Doch sie wusste das der Phönix hinter ihnen her war, und mit diesen riesigen Schwingen war ihr jeder Vorsprung recht.ich hoffe das Zeug wirkt, ansonsten sind wir ziemlich bald ziemlich tot. Noch während ein grimmiges Lächeln auf ihrem Gesicht zu sehen war spürte sie das ihr Körper das nicht mehr mitmachte. Sie raste durch den Wald, überall begegneten sie Wanderern, die sie mit ihrer Geschwindigkeit zwar schnell hinter ihnen lies, aber sie hatte keine Zeifel daran das sie ihnen Folgen würden. Sie waren fast an der Stelle wo Exile sein sollte, und wie auf ein Stichwort durchzuckte sie ein unglaublicher Schmerz. Ihr rechtes Bein gab nach und sie fielen beide unsanft auf den Boden. Sie schrie auf vor Schmerzen. Es fühlte sich an als wären ihr sämtliche Muskeln in dem Bein geborsten, Zerrissen, oder was auch immer. Aber sie konnte hier nicht anhalten. Also packte sie Sho unter den Achseln, und schleifte ihn die letzen paar Meter mit. Als sie am Bach ankam sah sie Exile und ihr Gesicht verzog sich zu einer gequälten Grimasse, was sie hier sah war einfach nur.. grausam, auf eine Art die sie nicht zu beschreiben vermochte. Man hatte ihm die Flügel genommen. Ihm dem die Freiheit so wichtig war. Ihm der ihr erzählt hatte das dies die Welt der Träume und Wünsche ist. Der Ihr erzählt hat das Wesen die von Fliegen und Freiheit träumen hier mit Flügeln manifestiert werden. In ihr war eine unbändige Wut, aber ihr wurde schon wieder schwarz vor Augen. Der Schmerz wurde unerträglich und sie musste sich bis ans äußerste drängen um Sho neben Exile zu legen. Mit zitternden und aus irgendeinem Grund blutenden Armen griff sie nach dem Bündel mit dem Blut und den Federn. Mit letzter Kraft riss die den Fetzen noch einmal auseinander, und legte die eine Hälfte mit ein paar Federn auf Exiles wunden, und die andere Hälfte unbeholfen auf eine neue Schürfwunde auf Sho‘s Wange. Auch wenn sie nicht wusste ob es helfen kann bei was auch immer mit ihm passiert war. Vollkommen erschöpft und vor Schmerzen keuchend kniete sie bei den beiden, und wollte sie beide anschreien sie sollen aufstehen, aber selbst ihr Stimmband schien zu sehr belastet worden zu sein. Also brachte sie nur noch ein Flüstern zustande…. Bitte… steht auf… Der Phönix kommt.. und Wanderer.. viele viele Wanderer.. dann viel sie nur noch wie ein stein vornüber in die Erde und bewegte sich nicht mehr……

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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Mi Dez 27, 2017 3:29 pm

SAITOU

Sho bekam von der ganzen Aufregung überhaupt nichts mit. Dafür aber von ganz anderen Dingen. Er kämpfte mit sich selbst als er weggetreten war. Mit diesem Artefakt das er in sich aufgenommen hatte, hatte sich seine Seele scheinbar gespalten und versuchte ihn selbst nun aus seinem eigenen Körper zu werfen und die Macht über diesen Körper und dessen Kräften zu erlangen. Doch Sho kämpfte tapfer dagegen an, so gut er konnte. Als Akiko ihn neben Exile zerrte, machte er immer noch keine Regung, auch die Phönixfeder die ihm Akiko rettend auf die Wange gelegt hatte, konnte ihm bei diesem inneren Konflikt leider nicht helfen. Er trat in seinem Inneren gegen etwas an, das aussah wie er, handelte wie er, ob Sho überhaupt die Möglichkeit hatte hier irgendetwas auszurichten?

Aber die Zeit drängte. Der Schrei des Phönix kam immer näher und auch das Getrampel der Wanderer die Akiko bis hierher gefolgt waren kam immer und immer näher. Sogar der Boden unter den dreien bebte bereits und ließ die scheinbar leblosen Körper erzittern. Das Phönixblut das Akiko Exile zukommen ließ, zeigte jedoch Wirkung. Das Siegel auf seiner Hand fing an zu zittern und schließlich brach es in zwei Hälften und löste sich von Exiles Handrücken und löste sich in einem dunklen Schatten auf. Exile zuckte mit den Augenlidern und vermutlich hätten auch seine Flügel in diesem Moment leicht gezuckt, wären sie noch an seinem Rücken gewesen. Immer noch von Schmerzen geplagt riss er seine Augen auf und sah sich um. Akiko, Sho! dachte er sich als er die beiden so liegen sah. Er hielt kurz seine linke Hand über den Kopf von Sho und stellte fest, dass dieser wohl so schnell nicht aufwachen würde und selbst wenn, wäre es eine Frage ob es immer noch der Sho war, den er kannte und den Akiko so mochte, oder ob er den Kampf gegen sein eigenes – finsteres Ich, dass auf Rache aus war und rein hasserfüllt war, verlieren würde. Alles was Exile für ihn tun konnte, war ihm gut zuzureden und die Stärke zu messen, doch vorerst schien es so, als wären beide Seiten gleich stark. Nun legte er seine Hand auf Akikos Kopf und versuchte auszumachen, wieso sie nicht bei Bewusstsein war. Er erkannte schnell, dass sie denselben Fehler schon wieder begangen hatte. Noch dazu hast du diesmal noch länger in dieser Fähigkeit ausgeharrt als vorhin, dabei solltest du das doch noch überhaupt nicht einsetzen. ermahnte er das bewusstlose Mädchen. Doch gleichzeitig war er froh dass sie es getan hatte. Immerhin hatte sie ihm damit das Leben gerettet und auch Sho vermutlich aus einer äußerst misslichen Lage befreit.

Erneut bebte der Boden und Exile breitete seine Flügel aus um abzuheben. Er stieß sich leicht vom Boden ab, doch er hob nicht ab. … Stimmt…. dachte er sich und blickte kurz bedrückt zu Boden. Dabei fasste er sich auf seine blutenden Stellen, die vor Schmerz bereits betäubt waren, sodass er diesen nicht mehr wirklich wahrnehmen konnte. Erneut bebte der Boden und Exile konnte spüren wie nahe diese Kreaturen bereits waren. Die Wanderer bewegten sich zwar langsam fort, doch der Phönix, flog mit rasender Geschwindigkeit auf die drei zu. Nun gut ich habe wohl keine Wahl… mit diesen Gedanken biss sich Exile auf die Unterlippe, sodass er anfing zu bluten. Anschließend bewegte er sich zu Akiko um ihr dieses Blut zu überlassen. Hätte man es nicht besser gewusst, hätte man wohl denken können, Exile würde sie küssen. Doch es hatte einen anderen Grund wieso er diese Methode wählte. In dem Moment als die Lippen von Exile die von Akiko berührten, wurden ihre Venen sichtbar. Exile übertrug erneut Kraft von sich auf Akiko, doch da sie diesmal kurz davor war das zeitliche zu segnen, musste er ihr mehr seiner Kraft überlassen. Akikos Lippen färbten sich Violett und Exile betete dafür, dass sie es überleben würde. „Glaube an die Kraft die in dir steckt Akiko. Du bist ein atemberaubendes Mädchen. Sho braucht dich. Und auch ich, also Kämpfe" flüsterte er ihr daraufhin ins Ohr. Anschließend nahm er sich ein Armband ab, das er nun Sho um das Armgelenk gebunden hatte. „Vergiss nicht Sho, du musst den Kampf nicht gewinnen. Nur wer mit seinem Hass und seiner Trauer im Einklang leben kann und diese Gefühle nicht über die schönen Seiten des Lebens hängt, wird wahre Stärke erlangen.“ Fügte er hinzu.

Zwei, drei, vier… Exile zählte die Schritte die er rückwärtsging um sich von den beiden zu entfernen. Anschließend hob er seine Hand, die nun direkt auf die beiden zeigte und ballte sie zu einer Faust. Akiko hätte vermutlich einen Schreikrampf bekommen, denn es war genau derselbe Raum in dem er sie trainiert hatte. Genau dieser Raum sollte nun eine Zuflucht für die beiden sein um nicht entdeckt zu werden. Exile hingegen blieb draußen und sah sich die Sache genauer an. Abgesehen davon wollte er sicherstellen, dass durch das Feuer das der Phönix speien konnte, die Deckung seines Raumes nicht aufflog. Verstecken würde er sich normalerweise vermutlich, oder davonfliegen, doch das konnte er nicht. Zum Verkriechen waren zu viele Monster auf diesem Weg. Exile versicherte sich noch einmal, dass kein Lebewesen außer der Monster die auf dem Weg hier her waren, in der Nähe war. Auch noch einmal ob Sho und Akiko wirklich schliefen bzw. noch nicht das Bewusstsein wiedererlangt hatten. Doch dem war nicht so.

Nun schloss er die Augen. Nicht für lange, 10 Sekunden wenn es hoch kam, doch als er sie wieder öffnete, waren seine Augen Blutrot und sogar gleichfarbige Tropfen traten aus diesen hervor. Doch sein Blick war gleichzeitig leer und kaum mit einer Regung zu sehen. Nun hob er erneut seine linke Hand und er verwendete das Blut das aus den Wunden auf seinem Rücken austrat wo eins seine prachtvollen Flügel herausragten. Stattdessen formten sich nun blutige Drähte mit Stacheln an diesen Enden. Er konnte sie sichtlich verlängern und verkürzen wie es ihm beliebte. Auch wenn das Bild äußerst makaber aussah. Ein gefallener ohne Flügel nur mit Blutdrähten die scheinbar aus seinem Rücken wuchsen.

Nun dauerte es nicht mehr lange und der Phönix ließ sein edles Gefieder erblicken. Doch Exile schien vor ihm nicht zurückzuweichen. „Du wurdest von deinem Fluch befreit, also lege deine Wut über deine Verletzungen nieder und genieße dein neues Leben in Freiheit!“ wandte er sich dem Phönix zu und sah ihm dabei kräftig in die Augen. Du bist die grauenhafte Scherbe nun los die dich gequält hat. Das Relikt ist fort, also senke deine Waffen… es schien beinahe so, als könnte der Phönix die Gedanken von Exile wahrnehmen, doch nicht nur das, scheinbar sogar auf ihn hören. Der majestätische Vogel landete ruhig neben dem Gefallenen und senkte den Kopf um seine Demut Exile gegenüber kund zu tun. Ich danke dir alter Freund… dachte er sich und strich dem Phönix beruhigend über den gewaltigen Schnabel.

Viel Zeit für Ruhe blieb allerdings nicht, denn schon kamen die ersten Wanderer hinter den ersten Bäumen hervor. Sie hatten verschiedene Größen, keiner war gleich groß wie der andere. Der Phönix krächzte und stieß einen Schrei hervor, der die Wanderer kurz stehen bleiben ließ. Exile murmelte in der Zwischenzeit eine Formel in einer Sprache der längst vergangenen Zeit vor sich hin und die Drähte an seinem Rücken fingen an sich zu regen. Leise wie Schatten krochen diese an den Wanderern hoch. Durch die feste Rüstung die sie trugen, bemerkten sie die Bewegung der Ranken an ihrem eigenen Körper gar nicht. Bis es schließlich zu spät war und sie vollkommen bewegungsunfähig und eingeengt in diesen Drähten festsaßen. Erneut streckte Exile die Hand aus und sah den Bestien noch einmal tief in die Augen, bevor er das Wort „Kita“ sagte und seine Hand wieder zu einer Faust ballte. Wer dieses Schauspiel verfolgen hätte können, würde vermutlich wissen, warum Exile als Monster bezeichnet wurde oder wieso er ausgestoßen wurde. Diese Fertigkeit gehörte zu den Blutbändigerfähigkeiten die als besonders grauenhaft und vor allem verboten galten. Die Drähte sanken Blitzschnell – selbst durch die starke Rüstung der Wanderer und ließ diese regelrecht platzen. Ruhet in Frieden… dachte sich Exil noch während er die Augen schloss und die Drähte wieder in seinem Rücken verschwanden und sich die Wunde beinahe von selbst verschloss.

Das Wort ‚Kita‘ bedeutete „Seid befreit“. Exile bedeutete es immer sehr viel, egal welchen Gegner zu vernichten, dies auch mit dem nötigen Respekt zu tun. Wenn es auch noch so ein Wesen der Finsternis ist, so kämpft dieses Wesen für seine Sache und tut das was es für richtig hält. Exile dachte in dieser Hinsicht sehr verzwickt. Doch genaueres sollte sich wohl erst später ergeben. Es folgen noch weitere Wanderer, mit denen er genau dasselbe geschehen ließ. Immer wieder mit dem Selben Respekt. Es war wie ein Ritual das einfach dazugehörte. Der Wald in diesem Bereich sah furchtbar aus, überall lagen Fleischfetzen der Wanderer herum und die Erde war Blutgetränkt. Das grün, rot gefärbt. Als es endlich vorbei war schloss Exile erneut für etwas 10 Sekunden seine Augen, welche wieder in dem normalen grellen gelbton blitzten. Nun musste er auf die beiden achten und sehen, dass sie wieder wach werden.

Vollkommen erschöpft schritt Exile auf seinen erschaffenen Raum zu und löste diesen ungewollt auf. Seine kraft ließ nach und jetzt war er nicht mehr in der Lage auch nur noch diesen Raum irgendwie aufrecht erhalten zu können. Exile benötigte zwar keinen Schlaf, jedoch sehr wohl seine Ruhe um die die Wunden abheilen zu lassen und seine Kräfte zu regenerieren.

Die Zeit verging und Exile legte Sho sowie auch Akiko immer wieder etwas feuchtes Moos an den Kopf um ihre Temperatur etwas zu kühlen und ihren Kopf auf etwas weichem liegen zu haben. Inzwischen waren 4 Tage vergangen und Exile wiederholte die Kraftübergabe an Akiko jeden Tag aufs Neue in der Hoffnung es würde ihr noch helfen können. Doch es war wahnsinnig knapp. Kaum zu glauben, dass Exile solche Gefühle für dieses Mädchen hegte. Er betrachtete sie doch tatsächlich als Schülerin und sollte sie versagen und nicht mehr erwachen, so hatte auch Exile als Lehrer versagt. Er sorgte sich rührend um die beiden, sorgte dafür, dass sie immer wieder etwas Flüssigkeit bekamen, und selbst etwas Suppe trieb er von einem Dorf auf indem er es vollkommen bedeckt betrat und sich nicht preis gab. Immer wieder fütterte er die beiden. Immer wieder kontrollierte er ihren Zustand und er schien sich zu bessern. Doch auch Exile hatte mit seinem verlust zu kämpfen, er bewegte sich so viel langsamer fort und auch sein Gefühl der Freiheit war weg. Davon abgesehen klaffte nach wie vor die Wunde an seinem Rücken. Es war schwierig für ihn und er fühlte sich nicht mehr halb so lebendig wie er es einst tat. Doch er war sich einer Sache gewiss. Er würde sich seine Flügel zurückholen, egal wann egal wie. Aber ohne sie wollte er nicht mehr weitermachen, sie waren sein stolz. Wenn die beiden nicht da gewesen wären… Exile wusste nicht ob er dann noch den Mut und die Geduld mit diesen Wesen gefunden hätte um weiterzumachen. Vielleicht hätte er sich auch einfach den Gnadenstoß erteilt. Am 5ten Tag kontrollierte Exile schließlich noch einmal wie es um die beiden stand. Sho kämpfte noch, aber er schien endlich auf dem richtigen Weg zu sein. Als er bei Akiko kontrollieren wollte, war dies nicht mehr nötig, denn ihre Katzenohren fingen an zu zucken und sie öffnete sogar langsam ihre Augen.

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BeitragThema: Re: Bleeding Souls   Mi Dez 27, 2017 3:30 pm

HITSU

Während all dieser Geschehnisse träumte Akiko. Sie träumte von unsagbaren Gräueltaten, von vergangenem Schmerz und während sie in einer pechschwarzen Leere trieb, fühlte sie eine alles erdrückende Einsamkeit aus.
Sie wollte einfach das es aufhört, das sie schlafen könne und die Schmerzen verschwinden würden.Doch dann hörte sie ein Echo durch die Finsternis hallen. Es war ein Flüstern, trotzdem dröhnte es mit einer Eindringlichkeit durch die Finsternis als würde es von tausenden Wänden abprallen und zurückgeworfen werden.
Kämpfe….
Sie riss die Augen auf und wurde von Finsternis begrüßt. Akiko zwang sich sie offenzuhalten und langsam konnte sie dank ihren Katzenaugen alles in Grau wahrnehmen. Sie schwebte gar nicht wie ihr dann auffiel, sie lag auf einer Art grauen Wolke, also stand sie auf. Hier hatten ihre Verletzungen keine Auswirkungen. Sie sah sich um, und aus einer Richtung meinte sie, sie könne Geräusche vernehmen.
Es klang wie Metall das aufeinanderprallte. Also machte sie sich vorsichtig auf den Weg.Der ganze Boden bestand aus diesem grauen Material. Also setzte sie vorsichtig einen Fuß nach den anderen. Als hätte sie es geahnt machte sie bei einem Abgrund halt. Weit unten außerhalb der Reichweite die ein normaler Mensch wahrnehmen könnte sah sie eine Gestalt knien. Sie kniff die Augen zusammen und versuchte etwas zu erkennen. Und sie glaubte Exile zu erkennen...Wie kann das sein? Ich glaube nicht das er hier sein kann. Trotzdem rief sie nach ihm. Er schien sie nicht hören zu können. Sie sah das er vor etwas kniete. Diese Silhouetten erinnerten sie an seine Flügel jedoch entfernten sich diese immer, wenn er danach griff einfach wieder von ihm. Nach einer Weile gab er einen unendlich müde klingenden Klagelaut von sich. Eingesperrt in einer tiefen Schlucht, seine Flügel, seine Freiheit nur eine Armeslänge von ihm entfernt, und doch nicht zu erreichen. Akiko zuckte bei diesem Geräusch leicht zusammen und fasste neun Mut. Warum auch immer sie ihn hier sah, sie würde jetzt nicht aufgeben. Sie würde einen Weg hier rausfinden und ihm zur Seite stehen.
Also ging sie weiter immer den metallenen Geräuschen nach. Es kam ihr vor als wäre sie mindestens einen Tag gewandert, als sie endlich ankam. Sie konnte Sho ausmachen. Hinter einer grauen Nebelwand sah sie wie er sich bewegte, schnell und Vorsichtig. Er kämpfte gegen eine Silhouette die ihm sehr ähnelte. Er schien Schwierigkeiten zu haben mitzuhalten, denn von der Silhouette flogen ihm immer wieder silbrig glänzende Klingen entgegen. Und Sho schien sich noch immer auf sein Schwert verlassen zu müssen. Sie schrie ihm zu er darf nicht aufgeben, und das sie ihn braucht um das alles zu überstehen, doch auch er konnte sie nicht hören. Frustriert schlug sie gegen die graue Mauer. Doch der Nebel bewegte sich nicht. Verzweifelt griff sie nach einem ihrer Dolche, und versuchte ihn in die Wand zu rammen. Er leuchtete rot auf und ging mühelos hindurch, allerdings sobald ihre Hand, die am Griff lag, der Wand zu nahe kam konnte sie nicht weiter. Also kam ihr eine Idee. Sie nahm ein Stück Stoff, und schrieb mit dem Blut, das mittlerweile schon häufiger aus den Gravuren der Dolche tropfte darauf. Sho, glaube an dich und deine Fähigkeiten. Kämpfe! Sie band den Stoff an das Heft des Dolches, und warf ihn mit aller Kraft in Sho’s Richtung. Er schien mühelos die Wand zu durchdringen und blieb in einiger Entfernung von Sho mit einem unheimlichen roten Schimmer liegen. Er schien es nicht zu bemerken und Akiko musste seufzen. Plötzlich erzitterte der Boden und ein wütendes Geheul hallte durch die Dunkelheit. Es gab einen Ruck der so heftig war und dass es Akiko auf den Boden warf. Sie sah sich nach Sho um, aber der Raum schien verschwunden zu sein.Dann liegt es jetzt wohl an ihm… ich glaube an dich Sho.

Sie rappelte sich auf und machte sich wieder daran durch die Finsternis zu wandern. Sie konnte nicht sagen wie lange sie ging. Sie schien nicht zu erschöpfen, und Zeit schien hier relativ zu sein. Also wusste sie nicht ob sie Stunden, Tage oder Jahre umherwanderte, ohne jeglichen Anhaltspunkt was sie tun solle. Schließlich konnte sie aber ein fahles Schimmern in der Ferne ausmachen, und hielt darauf zu.Dort angekommen sah sie weise Umrisse stehen. Und je näher sie kam desto mehr Gestalt nahmen ihre Gesichtszüge an. Als sie die Gesichter ihrer gefallenen Freunde sah, wie sie sie anlächelten und ihr zuwinkten brach Akiko zusammen, auf Knien lächelte sie ihre Schützlinge, ihre Freunde, ihre Familie an. Tränen rannen ihr über das Gesicht. Und schließlich fing sie an hemmungslos zu Weinen. In ihren Gesichtern spiegelte sich weder Qual noch Vorwürfe wieder. Nur die simple Freude Akiko wiederzusehen. Es war als würde man sie von Fesseln befreien. All die Jahre gab sie sich die Schuld, doch nun sah sie in ihren Gesichtern das niemand von ihnen so dachte. Nur die freundliche Wärme von Vertrauen und Freundschaft konnte sie von ihnen ausgehen sehen. Hinter ihnen sah Akiko noch eine Silhouette, von ihr konnte Sie Garnichts war nehmen. Weder Freundlichkeit noch irgendeine Gefahr. Akiko nahm sich zusammen, Prägte sich ihre Freunde ein, Schluckte und ging auf die Gestalt zu. Als sie ihn sah wusste sie wer er war. Sie war ihm noch nie begegnet aber sie kannte ihn nur zu gut. Jahrelang war er an ihrer Seite gewandelt und ihr einziger Freund und Begleiter gewesen. Sein Gesicht war furchterregend und entstellt. Wie verbrannt und von Schnitten gespalten. Und dennoch verspürte Akiko keinerlei Angst, sie lächelte ihn an und ihm schien es unangenehm zu sein.Etwas zog an Ihr und sie wusste das sie bald Aufwachen würde. Er sah sie fragend an, doch sie schüttelte den Kopf und reichte ihm nicht die Hand obwohl er ihr seine entgegenstreckte. Doch bevor sie sich auf den Weg machte, sah sie ihn an und sagte: „Alter Freund. Ich freue mich wirklich dich zu sehen.“ Sie hielt inne und sah ihre Freunde an, die sie erwartungsvoll musterten. „Es tut mir leid.“ Sagte sie mit einem leichten Lächeln auf den Lippen als sie die Runde blickte. „Aber dieses Mal muss ich euch leider wirklich enttäuschen. Sie sah ihren alten Weggefährten an, auf dessen Lippen sich ein leichtes enttäuschtes Lächeln breitmachte. „Aber wenn die Zeit gekommen ist und ich mit dir gehe, werde ich dich als meinen Freund begrüßen und dich begleiten“ Fügte sie lächelnd hinzu. Während sie den Boden unter den Füßen verlor sah sie den alten entstellten Mann Herzhaft lachen, und dann kam nur noch Finsternis…..

Als erstes hörte Akiko nur etwas. Ein tiefes aber unregelmäßiges Atmen. Das war Sho, denn der andere Atem ging wesentlich schneller und lies einen anhaltenden Schmerz und eine tiefe Erschöpfung erkennen. Der Zweite kam näher und als Akiko die Augen öffnete sah sie einen völlig erschöpften und gezeichneten Exile über sie gebeugt. Ihre Augen waren auch in dieser Welt vollkommen nass vorlauter Freudentränen, also wischte sie die Tränen fort und musterte Exile. Auf seinen sonst so makellosen Gesichtszügen sah man ihn seinen Verlust und den stechenden Schmerz an. Seine Augen lagen in Höhlen, trotzdem konnte sie ihm Erleichterung ansehen. Akiko setzte sich auf, zwar schmerzte noch immer ihr ganzer Körper und ihre Muskeln fühlten sich an als würden sie jeden Moment reisen, aber es war auszuhalten. Sie sah Exile in die Augen, und es legte sich ein verschmitztes Lächeln auf ihre Lippen. Und dann fragte sie ihn in ihrer unschuldigsten Stimmlage. „Du siehst ja furchtbar aus, hattest du etwa einen schweren Tag?“ Ernster fügte sie jedoch hinzu „Ich bin wirklich froh dich zu sehen.“ Nun wandte sie sich an Sho, der noch immer regungslos dalag. Nur unter seinen Augenliedern konnte man die Pupillen zucken sehen. Sie legte ihm den Arm auf die Schulter, und sagte so eindringlich wie sie es nur konnte. „Komm schon, du schaffst das, gegen was auch immer du da kämpfst“. Sie stand auf und musterte ihre Umgebung. Dieser schöne Fleck Natur an dem Bach war kaum wiederzuerkennen. Es glich einem Schlachtfeld, überall konnte man Teile liegen sehen, sie fragte sich was genau wohl passiert ist. Der Boden war Braungefärbt von getrockneten Blut, und sie konnte den metallischen Geruch nicht loswerden. Sie humpelte zum Bach und wusch sich das Gesicht. Ist das alles wirklich passiert? Oder war das alles ein traum? Doch ein prüfendes tasten anch ihren Dolchen machte ihr klar das einer fehlte. Schließlich ging sie zu Exile und Sho zurück und setzte sich, zu ihnen. Sie streckte sich geschmeidig wie eine Katze nach einem langen Nickerchen, wieder einmal konnte sie ihren Schwanz nicht bändigen. Er wedelte Freudig hinter ihr umher. Sie konnte sich nicht erinnern wann sie sich das Letze mal so befreit gefühlt hatte. Exile war ihre Fröhlichkeit natürlich schon aufgefallen, aber sie grinste ihn nur schelmisch an, und sagte: „Ich werde euch beiden alles erzählen, aber erst, wenn er es auch mitbekommt.“ Nie nickte zu Sho.„Und deine Flügel… die holen wir zurück“ fügte sie mit ernster Miene und grimmiger Entschlossenheit hinzu. „Aber zuerst, was ist passiert nachdem ich.. tot war?“Sie sah Exile erwartungsvoll an und saß im Schneidersitz vor ihm und wartete mit wedelndem Schwanz auf seine Erläuterungen. Nicht ohne immer ein Ohr auf Sho gerichtet zu haben, damit sie jeder Veränderung in seiner Atmung feststellen konnte.

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